German 14

Aufwertung und Identität im transkulturellen Raum: by Philipp Kohl

By Philipp Kohl

Die nachhaltige Aufwertung von Stadtteilen, die traditionsgemäß eine soziale Unterschicht beherbergen, kann nur durch Akteure vorangetrieben werden, die einen längerfristigen Verbleib in diesen Vierteln anstreben. Dies gilt sowohl für Anwohner und Gewerbetreibende als auch für Hauseigentümer. Philipp Kohl untersucht in diesem Kontext die Mannheimer Stadtquartiere Jungbusch und Filsbach und zeigt, dass die Interessen der beschriebenen Akteure – gemäß ihrer unterschiedlichen Rezeptionsweisen des Stadtraumes – in verschiedene Richtungen streben. Jungbusch und Filsbach sind als Räume divergierenden kulturellen Strömen von Menschen, Kapitalsorten und Medien ausgesetzt. Die auf unterschiedlichen Ebenen stattfindende Kumulation dieser Ströme wird durch das Konzept der Transkulturalität beschrieben.

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Subformen 49 Das erörterte Dilemma offenbart sich aktuell im beobachtbaren Diskurs über die Nutzung von Raum im Quartier Jungbusch. ] nur schwer Rechnung getragen werden [könne]“ (2009:65). Sie bezeichnet den Vorgang daher als „simulierte Gentrifizierung“, da ein politischer Impuls vor allem für die Aufwertung im Kulturbereich verantwortlich sei. So können die im Jungbusch implementierten Strukturwandlungsprogramme ‚URBAN II’12 und ‚Ziel 2’13 mit den ihnen verbundenen, weiterführenden Maßnahmen, basale Ausgangslagen für eine Gentrifizierung begünstigen.

Smith 1996, Glass 1964). a. Smith 1993, 1996; Lang 1998; Baumgärtner 2009; Definitionsansätze 47 Blasius 1990; Friedrichs 1996). 10 Die Neuerfindung des Raumes lässt sich in dieser ersten Phase besser als eine Art Trendification11 (Smith 1996:33) verstehen, die durch ihre spezifische Art der Umsozialisierung des Raumes eine Atmosphäre schafft, welche wiederum prospektive Bewohner anzieht; also „all jene, die es lieben, in unprätentiöser Umgebung, in einem ethnisch gemischten Viertel zu leben, dem sie zudem durch ihre eigenen Bauund Renovierungsmaßnahmen ihr eigenes Gepräge geben können“ (Lang 1998:38).

Dass diese Aussage auch in ihrem Umkehrschluss Gültigkeit behält, illustriert das Beispiel des Raumes „Internet“, denn auch hier findet soziale Interaktion statt. Chatrooms oder virtuelle Social Networks wie Facebook stellen durch ihren Informationsfluss ebenfalls Räume für ihre Nutzer dar, für welche die naturwissenschaftliche Auffassung von Raum als Behälter unstreitbar zu kurz greift. Der – sozial konstruierte – Raum bildet somit auch in virtueller Form die Grundlage, auf welcher sich soziale Positionen und Lebensstile abzeichnen.

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